Touch-Tische unterscheiden sich von Wand-Touchscreens durch Bauhöhe, Tisch-statische Belastbarkeit und das horizontale Display-Layout, das für andere Interaktionsmuster ausgelegt ist (mehrere Personen rundherum, Karten und Pläne im Querformat, Objekt-Erkennung über NFC oder optische Marker).

Die Display-Klassen reichen von PCAP-Multitouch (Projected Capacitive, 10–40 simultane Touchpunkte, sehr robust) über Infrarot-Rahmen (günstiger, etwas größerer Toleranzbereich) bis zu optischen Systemen mit Erkennung physischer Objekte. Für die meisten Indoor-Installationen ist PCAP-Multitouch der Standard.

Wirtschaftlich liegen Touch-Tische zwischen 8.000 € (43-Zoll-Standard-Tisch) und 35.000 € (86-Zoll-Premium-Tisch mit Objekt-Erkennung und integrierter Audio-Lösung). Hinzu kommen Software-Entwicklung (oft custom, 5.000–50.000 € einmalig) und Inhalte.

Typische Einsatzfelder sind Architektur- und Immobilien-Showrooms (interaktive Stadtmodelle), Museum & Kultur (Erlebnis-Stationen), Premium-Retail (Konfiguratoren für Möbel, Fahrzeuge, Schmuck), Konzern-Lobbies (Standort-Karten, Unternehmens-Story) und Workshop-Räume (kollaborative Planungs-Tools).