Ein Signage-CMS unterscheidet sich von einem klassischen Web-CMS (WordPress, Drupal) in vier Dimensionen: Multi-Player-Verteilung (Inhalte werden gezielt an einzelne Bildschirme, Gruppen oder Geo-Zonen gepusht), Zeitsteuerung (Tageszeit, Wochentag, Kampagnenzeitraum, Daypart-Listen), Geräte-Management (Player-Status, Bildschirm-Health, Remote-Reboot, OTA-Updates) und Proof-of-Play (lückenlose Logs darüber, was wann auf welchem Screen lief — kritisch für Werbeabrechnung und Compliance).
Bei der Wahl gibt es drei grobe Klassen:
Cloud-CMS (OptiSigns, ScreenCloud, Yodeck) — schneller Start, niedrige Eintrittskosten (5–15 €/Bildschirm/Monat), gut für 5–200 Screens und einfache Inhaltsplanung.
Hybrid-CMS (easescreen, Samsung VXT) — lokale Player-Software mit Cloud-Sync, höhere Performance, komplexere Inhalte (Live-Daten, Interaktivität, Videowall-Sync), gut für 50–5.000 Screens.
Enterprise/On-Premise-CMS (BrightSign Network Enterprise, Lumiplan, Sedna) — eigener Server, SSO, Audit-Logs, ISO 27001, oft mit Custom-Integrationen (SAP, Salesforce, Patient-Information-Systems), gut für regulierte Großkunden ab 500+ Screens.
Drei Fragen sollten am Anfang stehen, bevor das CMS gewählt wird: (1) Wie viele Standorte und wie heterogen sind sie? (2) Wie viel Inhalt wird pro Woche neu produziert — und wer macht das? (3) Welche Live-Daten (Wetter, Lagerbestand, Verkehr, Patient-Flow) müssen automatisiert ausgespielt werden?