Eine LED-Wand besteht aus rasterförmig angeordneten Cabinets (Modulen), die im Hintergrund über Strom- und Datenleitungen verbunden sind und im Vordergrund eine fugenlose Bildfläche bilden. Jedes Pixel besteht typischerweise aus drei separaten LEDs in Rot, Grün und Blau (RGB), die direkt Licht emittieren. Dadurch entfällt die Hintergrundbeleuchtung, die bei LCDs für Schwarzwertverluste und Blickwinkelprobleme sorgt.

Der wichtigste Qualitätsparameter einer LED-Wand ist der Pixel-Pitch — der Abstand zwischen zwei Pixelmittelpunkten in Millimetern. Je kleiner der Pitch, desto näher kann der Betrachter stehen, ohne das Pixelraster zu sehen. Indoor-Boardrooms arbeiten heute mit Pitches von 0,9–1,5 mm, Retail-Flächen mit 1,5–2,5 mm, Outdoor-Stelen mit 4–10 mm.

Anders als LCD-Wände sind LED-Walls nahtlos — es gibt keine Bezel-Linien zwischen Modulen. Sie sind in freien Formaten möglich (gebogen, gestapelt, transparent, deckenmontiert) und liefern 3.000 bis 10.000 Nits Helligkeit, was Schaufenster, Lobby-Walls und Outdoor-Installationen mit direkter Sonneneinstrahlung erst sinnvoll macht.

Der Gegenwert: höhere Investitionskosten als bei vergleichbaren LCD-Lösungen, dafür längere Lebensdauer (typisch 100.000 Stunden auf 50 % Helligkeit), modulare Reparierbarkeit (einzelne Cabinets tauschbar) und Skalierbarkeit ohne sichtbare Grenzen.