Der Pixel-Pitch wird in Millimetern angegeben (z. B. P1.5 = 1,5 mm Punktabstand). Daraus ergibt sich die Pixeldichte pro Quadratmeter und damit die native Auflösung der Wandfläche: bei P1.5 sind das 444.444 Pixel/m², bei P2.5 nur noch 160.000 Pixel/m².
Die Faustformel für den minimalen Sehabstand lautet: Pitch in Millimetern × 1,0 bis 1,5 = empfohlener Abstand in Metern. Ein 2,5-mm-Pitch funktioniert ab 2,5–3,7 m, ein 0,9-mm-Pitch ab 90 cm. Diese Formel beruht auf der Auflösungsgrenze des menschlichen Auges (eine Bogenminute bei Visus 1,0) und gilt für gleichmäßig hellen Content. Bei feinen Texten, Tabellen oder CAD-Zeichnungen ist ein deutlich kleinerer Pitch nötig.
Beim Pitch unter 1,5 mm wird die zugrunde liegende Gehäusetechnologie kritisch: klassische SMD-LEDs werden mechanisch instabil, COB (Chip-on-Board) und IMD (Integrated Matrix Device) lösen das, indem sie mehrere Chips in einer geschützten Harz- bzw. Sammelgehäuse-Schicht zusammenfassen.
Wirtschaftlich gilt: jeder Schritt nach unten beim Pitch verdoppelt grob die LED-Anzahl pro m² und damit die Hardware-Kosten. Ein 0,9-mm-Pitch kostet typischerweise das 5–8-fache eines 2,5-mm-Pitches. Die Kunst besteht darin, den Pitch passend zum tatsächlichen Sehabstand und Content-Typ zu wählen — nicht zur Marketing-Wirkung.