MicroLED ist die nächste Generation der LED-Display-Technologie. Statt LEDs im Millimeter-Bereich (SMD) oder Sub-Millimeter (COB) werden hier einzelne LEDs kleiner als 100 µm direkt aufs Substrat transferiert. Das ermöglicht Pixel-Pitches deutlich unter 0,5 mm und damit Auflösungen, die früher nur OLED erreicht hat — kombiniert mit den robusten Eigenschaften anorganischer LED-Technik.
Gegenüber OLED punktet MicroLED bei Helligkeit (3.000–10.000 Nits statt 600–1.500), Lebensdauer (kein Burn-in) und Robustheit (keine organischen Materialien, die degradieren). Gegenüber klassischem LED punktet es bei Detailauflösung, Blickwinkel und der Möglichkeit, echte Großflächen-TVs (110+ Zoll) bezahlbar zu bauen.
Aktuelle Marktrealität (2026): MicroLED ist bei Pitch-Klassen 0,6–1,5 mm verfügbar (Samsung The Wall, LG Magnit, Sony Crystal LED), aber noch im Premium-Preissegment (typisch 2–4× COB-Preise). Die echten Sub-0,5-mm-Pitches sind noch nicht in Großserie — Mass-Transfer-Verfahren (das Auflegen Millionen winziger Chips auf ein Substrat) ist der industrielle Engpass.
Für Lumexo-Projekte heute relevant: MicroLED ist die richtige Wahl, wenn das Setup einen sehr nahen Sehabstand (< 1 m), 24/7-Betrieb mit statischem Content (Burn-in-Risiko bei OLED), oder maximale Helligkeit ohne Reflexionsprobleme verlangt — etwa für Broadcast-Studios oder hochwertige Boardroom-Installationen.